Zur besseren Abschätzung der Filterauslastung in Aquaponiksystemen verwenden wir die Sigmoidfunktion (logistische Funktion) die in der Biologie (und anderen Domänen) zur Beschreibung und Vorhersage von Wachstumsprozessen dient. Sie beschreibt realistisch das Wachstum und die Futtermenge die von Fischen benötigt wird. Aus der Futtermenge und somit dem entstehenden Abfall lässt sich die NH4 und Phosphor Konzentration im Verlauf der Aufzucht besser abschätzen.In der Biologie beschreibt man das individuelle Längen- oder Gewichtswachstum von Fischen oft mit
sigmoidalen Kurven (z. B. von einem gompertz- oder von bertalanffy-artigen Modell), bei dem:
- Frühe Phase (I): langsames Wachstum → geringe Körpergröße, geringe Futteraufnahme
- Exponentielle Phase (II): starkes Wachstum → hohe Futteraufnahme, hoher SGR (specific growth rate)
- Stationäre Phase (III): abnehmendes Wachstum → annähernd asymptotisches Plateau#
Dieses Muster wird durch genetische Artencharakteristika, Temperatur, Ernährung und Energieallokation bestimmt.
Literatur: Jobling, M.: “Fish Bioenergetics” zeigt standardmäßig sigmoide Wachstumskurven für viele Arten.
Bild: Wachstumskurve von Niltilapia aus verschiedenen Familien der Sorte AquaAmérica
Hier noch eine Graphik zum Koi-Wachstum um die Verwendung der Sigmoidfunktion zu demonstrieren.
Bild: Koi Growth Rates



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